Mit unserem Informationsangebot haben wir hoffentlich die meisten Fragen bereits beantwortet. Es gibt darüber hinaus noch weitere konkrete Fragestellungen, die wir gerne beantworten:

Wie wird der Elternbeitrag festgesetzt?

Die Elternbeiträge wurden durch den Rat der Stadt Leverkusen festgelegt. Darin wurde neben einer Beitragsfreiheit für Jahreseinkommen unter 19.500,00 € sowie dem Höchstsatz für Jahreseinkommen ab 78.000,00 €,eine Staffelung der Beiträge beschlossen. Das zugrunde gelegte Einkommen ergibt sich laut Satzung aus allen positiven Einkünftenabzüglich der Werbungskosten. Hierbei wird für die Berechnung zunächst die Werbungskostenpauschale von 1.000,00 € gewertet. Sollte das Finanzamt höhere Abzüge bei den Werbungskosten beschieden haben, kann dies unter Vorlage des gesamten Steuerbescheids beim Jugendamt geltend gemacht werden. Weitere Informationen sind dem Webangebot der Stadt unter https://www.leverkusen.de/vv/produkte/FB51/Elternbeitraege_Kindergaerten.php bzw. der Antwort der Stadtverwaltung auf unsere Anfrage zu den Elternbeiträgen zu entnehmen.

Mein älteres Kind geht in die Offene Ganztagsbetreuung, mein jüngeres Kind soll demnächst in die Kita oder in die Tagespflege. Muss ich dann den Elternbeitrag für beide bezahlen?

Nein. Beiträge für OGS und für Kita/Tagespflege werden in Leverkusen zusammen betrachtet. Man zahlt nur das teuerste Kind. Besteht für ein Kind der Anspruch auf Beitragsfreiheit, sind auch alle anderen Kinder im betreffenden Jahr beitragsfrei. Im Kibiz ist aktuell festgesetzt, dass das letzte Kita-Jahr beitragsfrei ist. Ab dem Kitajahr 2020/21 wird das zweite Jahr vor der Einschulung ebenfalls beitragsfrei. Die Kosten für die Beitragsfreiheit werden vom Land übernommen. Die unter https://www.leverkusen.de/vv/forms/5/Elternbeitragssatzung_TE_TP_OGS_Stand_Beschussfassung_vom_18_12_17.pdf zu findende Satzung regelt die Elternbeiträge für Kindertagespflege, Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschulen gemeinsam: „Ist ein Kind nach § 1 Abs. 4 beitragsfrei, so ist für die anderen Kinder kein Elternbeitrag zu zahlen.“

Mein Kind geht ab Sommer in die Schule. Kann im Rahmen der Abschiedsfeier eine Übernachtung in der Kita stattfinden?

Laut dem am 12. Juli 2018 beschlossenen Gesetz zur Modernisierung des Bauordnungsrechts in Nordrhein-Westfalen (BauModG NRW) bedarf es für die Übernachtung in der Kita keiner Genehmigung mehr: § 62 Absatz 2 Sätze 2 BauO NRW lauten nun: „Nicht genehmigungsbedürftig ist eine zeitlich begrenzte Änderung der Nutzung von Räumen zu Übernachtungszwecken im Rahmen von erzieherischen, kulturellen, künstlerischen, politischen oder sportlichen Veranstaltungen. § 33 ist zu beachten.“ (Der Erlass, der dies regelt, ist unter https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMG17-27.pdf abrufbar.)

Um Übernachtungen sicherzustellen, sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Es muss eine erwachsene Person im Übernachtungsraum anwesend sein (Standard).
  • Mögliche Fluchtwege dürfen nicht versperrt sein, d.h. Schlafsäcke müssen geordnet im Raum ausgelegt werden, Rücksäcke dürfen nicht quer herumliegen. (Dies bezieht sich auf den erwähnten §33 BauModG NRW.)
  • Taschenlampen (übliches Utensil bei Pyjama-Partys) müssen als „stromnetz-unabhängige Lichtquellen“ vorhanden sein.
  • Ein Informationsaushang ist für den Ernstfall im Gebäude anzubringen.
  • Die zuständige Brandschutzdienststelle sollte ebenfalls informiert werden, denn im Einsatzfall geht die Feuerwehr ansonsten von einem leeren Gebäude aus.

Mein Kind benötigt tagsüber Medikamente. Darf das Kitapersonal diese verabreichen?

Nicht ansteckende Erkrankungen von Kindern dürfen nicht dazu führen, diese Kinder vom Besuch der Kindertageseinrichtung auszuschließen. Es gibt aktuell keine klare gesetzliche Regelung, jedoch eine Empfehlung des LVR. Demnach umfasst der Versorgungsauftrag grundsätzlich auch die Medikamentengabe. Der zuständige Träger ist für die Ausgestaltung der gesundheitlichen Versorgung in den Einrichtungen verantwortlich. Die Medikamentengabe in den Einrichtungen bedarf einer vertraglichen Regelung. Das Personal der Kita muss durch medizinisches Personal in die Handhabung und Dosierung der Medikamente eingewiesen worden sein. Daher gilt auch, dass die kurzfristige Medikamentengabe bei akuten Erkrankungen eher nicht möglich ist.